Studieren – wie und wo?
Wenn ihr studieren wollt, ist es ratsam, vorab genau die Bedingungen vor Ort zu prüfen: wo wird man wohnen, wie ist der Weg zur Uni, wo kann man sich Hilfe organisieren, oder wer leistet finanzielle Unterstützung. Bestimmte Fächer werden über die ZVS, die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze, vergeben. Bei anerkannten chronischen Erkrankungen oder Behinderungen kann z.B. der Studienort frei gewählt werden. In Härtefällen wird auch der Numerus Clausus (Abi Note) herabgesetzt. Informiert euch!
Hier schon mal weitere Infos
Wir haben sie aus der Broschüre „Kinderrheuma – wir können was tun! entnommen.
Sie kann unter
www.rheuma-kinderklinik.de bestellt werden.
Von Studienbewerber/innen mit und ohne Behinderung wird bei der Studienvorbereitung ein hohes Maß an Eigenrecherche, Eigenverantwortung und Flexibilität erwartet. Bei der Wahl von Studienfach, Studienabschluss und Zielhochschule sollten Studieninteressierte deshalb alle zur Verfügung stehenden Informations- und Beratungsangebote der Hochschulen, der Arbeitsagenturen und anderer Institutionen nutzen.
Individuell können bei der Studienvorbereitung für Studienbewerber/innen mit Behinderung und chronischer Krankheit verschiedene andere Themen besonders wichtig werden, z.B. die baulichen Gegebenheiten der Hochschule, Wohnungsfragen, Mobilitätsprobleme, Klärung evtl. notwendiger Assistenz im Alltag oder die Organisation von technischen und personellen Studienunterstützungen. Für einige von Ihnen ist es wichtig zu wissen, ob und wo eine evtl. notwendige ärztliche Behandlung begonnen oder fortgesetzt werden kann. Daneben muss die wichtige Frage geklärt werden: Wie finanziere ich mein Studium, insbesondere den Mehrbedarf, den chronische Krankheit und Behinderung verursachen? Von Vorteil ist es, sich schon frühzeitig über die Möglichkeiten von Nachteilsausgleichen im Zusammenhang mit Studienzulassung, Prüfungen und behinderungsbedingten Studienzeitverlängerungen zu informieren.
Studieninteressierte und Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit können sich mit allen Fragen rund ums Studium an die Beauftragten für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit in Hochschulen und Studentenwerken sowie an die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks wenden (Adressen s.u.).
Wichtige Adressen und Informationen – so z.B. zu Bewerbung und Zulassung, zur Finanzierung verschiedener Bedarfe oder zu Nachteilsausgleichsregelungen bei Prüfungen - sind in der Broschüre „Studium und Behinderung“, herausgegeben von der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks, zusammengefasst. Sie wird Interessierten auf Wunsch gerne kostenlos übersandt. Außerdem steht sie unter dem Stichwort „Infos kompakt“ im Internet (
www.studentenwerke.de/behinderung) zum Downloaden bereit. Hier kann man sich auch ĂĽber Veranstaltungen, z.B. Infoveranstaltungen zum Studienbeginn oder Seminare zum Berufseinstieg, sowie ĂĽber aktuelle Themen informieren.
Um sich etwa erfolgreich um einen Platz in einem bundesweit, landesweit (gilt für NRW) oder örtlich zulassungsbeschränkten Fach zu bewerben, ist es wichtig sich im Vorfeld genau über die inhaltliche Ausrichtung von Studiengängen an verschiedenen Hochschulen und die spezifischen Bewerbungsmodalitäten zu informieren.
Folgende Fragen sind im Vorfeld zu klären:
Ist mein Wunschfach zulassungsbeschränkt? Bewerbe ich mich bei der Hochschule direkt oder bei der ZVS? Welche Bewerbungskriterien neben der Durchschnittsnote haben Einfluss auf meine Zulassungschancen? Wie hoch sind meine Chancen, einen Studienplatz im Wunschfach und/oder an der Wunschhochschule zu bekommen? Gibt es Alternativen? Kann ich sowohl zum Winter- wie zum Sommersemester das Studium aufnehmen? Welche Bewerbungsfristen sind einzuhalten?
Bei der Beantwortung dieser Fragen sind z.B. die Zentralen Studienberatungsstellen und die Fachberatungen der Hochschulen behilflich. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auch auf den jeweiligen Internetseiten der Hochschulen bzw. der ZVS. Die Bewerbungsanträge stehen vielfach zusammen mit erläuternden Informationen auf den Internetseiten der einzelnen Hochschulen zum Downloaden bereit.
www.studentenwerke.de/adressen/bfb.asp - aktuelles Verzeichnis der Beauftragten mit Anschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Beauftragten
www.studentenwerke.de/behinderung - Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks, Monbijouplatz 11, 10178 Berlin
E-Mail:
studium-behinderung(at)studentenwerke.de, Tel.: 030/ 29 77 27-64, Fax: 030/ 29 77 27-69

